Produktentwicklung im Ministerium – mit Alena Polth

Shownotes

„Gibt es überhaupt noch ein Vorhaben im Kontext Ministerium, was nicht digital ist?“ Welche Wege Innovationseinheiten in der Verwaltung zwischen Selbst-Anpacken und Standardisieren finden, darum geht es in der aktuellen Folge von Radio CityLAB mit Alena Polth, Leiterin des Innovationsbüros im Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ).

Vom Think Tank über die Produktwerkstatt bis zur anstehenden Version 3.0: Das Innovationsbüro, das Alena Polth leitet, wurde 2019 gegründet und ist damit derselbe Jahrgang wie das CityLAB Berlin unter der Leitung von Dr. Benjamin Seibel. Im Podcaststudio diskutieren beide, welche Entwicklungsstufen sie durchlaufen haben und vor welchen ähnlichen Fragen Innovationseinheiten deutschlandweit stehen:

  • Kompetenzen für die Zukunft: Warum Referent:innen zu Produktentwickler:innen auf Zeit werden können und was neben agilen Methoden oder KI-Schulungen noch für Innovation in der Verwaltung zählt
  • Von der Webseite zu Apps und Chatbots: Wie Nutzendenzentrierung und Prototypen in der Verwaltung angekommen sind und warum der Schritt in den Regelbetrieb die eigentliche Hürde ist
  • Vernetzung zwischen Innovationseinheiten: Wie im digitalen Wandel innovative Einheiten entstehen und wieder verschwinden können und was guten Austausch ausmacht

Zu Gast: Alena Polth, Leiterin des Innovationsbüros im BMBFSFJ

Moderation: Dr. Benjamin Seibel, Direktor des CityLAB

Redaktionelle Mitarbeit: Anna Hantelmann, Lisa Schmechel

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00:00:00: Gibt es überhaupt noch einen Vorhaben im Kontext-Ministerium, was nicht digital ist?

00:00:03: Also wird nicht zukünftig mehr damit nach alles irgendwie digital sein und bei uns anlaufen.

00:00:08: Das würde uns überfordern das könnten wir nicht bereitstellen.

00:00:11: Das heißt für uns war die Frage okay wie können wir eigentlich skalieren?

00:00:15: also Wie können wir zukünftig mehr digitale Produkte gut qualitativ hochwertig entwickeln ohne dass wir diese eins zu eins Betreuung

00:00:23: machen?

00:00:31: Hallo und herzlich willkommen zur Radio City Lab.

00:00:34: Ich bin Benjamin Seibel und freue mich, dass ihr heute eingeschaltet habt.

00:00:39: Innovation in der öffentlichen Verwaltung kann ein ganz schön einsames Geschäft sein.

00:00:44: Klar es mangelt nicht an Veranstaltungen zum Thema und dazwischen gibt's doch auch auf allen Ebenen der Verwaltung Innovations-Teams, Transformationseinheiten die daran arbeiten Verwhaltung zu verändern.

00:00:56: aber im Alltag führt jede diese Einheiten eben doch oft einen Exoten da sein – die Methoden und Perspektiven Fügen sich nicht ohne Weiteres in den Verwaltungsalltag ein.

00:01:08: Und das ist ja auch kein Wunder, denn es geht Innovationseinheiten hier gerade darum Dinge zu hinterfragen, Dinge anders zu tun die Verwaltung für neue Themen zu sensibilisieren und zu öffnen.

00:01:20: Innovationen der Verwältung zum machen heißt deshalb eben auch mal anzuecken gegen Widerstände anzuarbeiten Sich eine blutige Nase zu holen Und jeder, der wie ich auch schon länger in dem Feld arbeitet wird sich ab und zu mal die Frage stellen warum tue ich mir das eigentlich an.

00:01:36: Umso wichtiger dass Innovationseinheiten sich untereinander vernetzen, sich austauschen und voneinander lernen.

00:01:43: im CityLab haben wir schon zwanzig ein Vernetzungsformat geschaffen namens Labcamp wo wir einfach einen Raum öffnen, um unterschiedliche Innovationseinheiten aus Bundländern, Kommunen zusammenzuholen und in vertrauter Runde auch über Probleme offen sprechen zu können.

00:02:00: Und dabei habe ich gelernt dass Innovationseinheit sich einerseits sehr stark unterscheiden kann andererseits aber auch sehr viel gemeinsam haben.

00:02:08: und vor allem habe ich gelernet wie gut es tut sich gegenseitig auch mal Mut zu machen und zu merken das man mit seinen Herausforderungen eben nicht alleine ist.

00:02:16: In diesem Sinne habe ich heute die Leiterin eines anderen Innovationsbüros eingeladen, nämlich Alena Polt.

00:02:23: Alena leitet das Innovationsbüro des BMW FSFJ – alle Nicht-Insider!

00:02:29: Das ist das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

00:02:34: Und das Innovierungsbürok dort arbeitet daran, dass Ministerium digitaler, innovativer und resilienter zu machen.

00:02:41: Im Innovationsbüro werden digitale Produkte und Prototypen gebaut, digitale Kompetenzen vermittelt, Strategien rund um die Digitalisierung geschrieben.

00:02:50: Und das dient auch als Hub für Austausch-und Vernetzung.

00:02:53: Alena kam im Jahr zwei Tausend zwanzig.

00:02:55: Als Quereinsteigerin in die Verwaltung war vorher auch ein Digitalbereich bei verschiedenen Agenturen und Beratungen als Strategentätich herzlich willkommen.

00:03:03: Alina ich freue mich auf unser Gespräch.

00:03:05: ganz hässlichen Dank und ganz lieben Danke auch für die Einladung.

00:03:07: Ich freu mich sehr!

00:03:09: Ja, das Erste was mir auffällt wenn ich unsere beiden Projekte vergleiche ist die sind beide gleich alt.

00:03:14: Wir sind beide im Jahr zwei tausend neunzehn gegründet haben also schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ich glaube auch ihr durftet euch in diesem Zeitraum in den letzten sieben Jahren immer wieder mal neu erfinden.

00:03:27: vielleicht magst du uns zum Einstieg mal einen kurzen Abriss geben wie es das Projekt Innovationsbüro eigentlich entstanden und wir hat sich in den Letzten Jahren so entwickelt

00:03:36: Sehr gerne.

00:03:38: Die Origin Story wurde mir ein bisschen zweiterhand erzählt, weil ich bin in den Ministerium gekommen und kenne daher das Innovationsbüro.

00:03:48: Eins Punkt Null wie wir es nennen da vor allen Dingen durch einen Jahr selbst begleiten eingerichtet wurde dass Ich glaube so ein bisschen in der Welle wo ganz viele von diesen Innovations Hubs und Labs gegründet wurden Da sind wir glaub ich auch nicht das einzige Ressort.

00:04:05: Aber speziell für unser Haus gab es den Beweggrund.

00:04:10: Wir arbeiten sehr eng an den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch an der Zivilgesellschaft, weil wir mit unseren Zielgruppenfamilien, Sionnion Kinder & Jugend – du hattest gerade das genannt – auch die Demokratieförderung sehr gesellschaftsnah sind.

00:04:24: Dann kam die digitale Revolution Digitalisierung Transformation ja auch ein bisschen unsere Gesellschaft überrollt und man wollte da quasi eine Einheit schaffen, die sich mit Digitalisierung beschäftigt.

00:04:38: Und vor allen Dingen dann eben auch mit Blick auf ihre Auswirkungen auf Gesellschaft.

00:04:43: Vor dem Hintergrund wurde das Innovationsbüro ins Leben gerufen um da vor allen dingen auch einen Diskurs zu eröffnen.

00:04:49: was bedeutet Digitalisierung jetzt für uns unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen Und wie können wir das auch wirksam machen für diese Gruppen?

00:04:56: Also, welche Mehrwerte kann das bieten für unsere Zielgruppen?

00:05:00: und ja da überhaupt erst mal ein Gespräch zu kommen.

00:05:02: Auch gerade mit der Zivilgesellschaft, mit Bürgerinnen und Bürgern.

00:05:05: Das war so'n bisschen die der Ursprung der Gründungsmythos von diesem Innovationsbüro.

00:05:10: Das

00:05:10: waren

00:05:12: die Eins Punkt Null.

00:05:12: Aber

00:05:13: das klingt als ob es auch eine Version zwei Punkte

00:05:16: Genau, richtig.

00:05:18: Und das Innovationsbüro zwei Punkt Null.

00:05:20: was dann quasi drei Jahre später an den Start gegangen ist und ich dann quasi auch von Anfang an begleitet habe und da vielleicht auch ein bisschen mein Stempel aufgedrückt hab.

00:05:29: Da haben wir quasi schon eine Evolutionsstufe weitergenommen also ein bisschen weg vom Diskurs und vielleicht Beratung und Singtank mehr hinzu.

00:05:40: Ja, letztendlich tatsächlich wie können wir jetzt aktiv digitale Lösungen für unsere Zielgruppen entwickeln?

00:05:47: Die dann eben auch Mehrwerte schaffen und wirklich ein bisschen mehr Richtung Prototypenentwicklung, Produktentwicklungen.

00:05:54: Weil das dann tatsächlich auch die Bedarfe bei uns im Haus immer mehr wurden.

00:05:57: also auch so ein Ministerium wächst ja und auch die Angestellten, die Mitarbeitenden dort haben immer mehr Kompetenzen sind natürlich auch digital schlauer geworden und dementsprechend haben sich dann auch die bedarfe geändert, also vielleicht mal so ganz plakativ früher hat man vielleicht so eine informierende Webseite hingestellt und irgendwann war dann mehr der Bedarf.

00:06:15: ja können wir nicht auch einen Chatbot machen oder eine App entwickeln.

00:06:20: Und wenn ja wie macht man das eigentlich?

00:06:22: Und weil solche Prozesse in der Verwaltung oft kompliziert und langwierig sind versucht ihr nämlich jetzt an mit auch agileren Methoden die man aus der Privatwirtschaft kennt, aus der Softwareentwicklung Dann ein bisschen mehr Dynamik reinzukriegen, kann man das so sagen?

00:06:39: Vor allen Dingen überhaupt erst mal einen Prozess nutzendenorientiert möglich machen und auch bedarfsorientiert.

00:06:45: Weil leider in der Verwaltung die Logik wie das funktioniert ja da eher eine Hürde ist weil für gewöhnliches es ja so... Also unsere Referenten sind keine ausgebildeten Produktentwicklerinnen müssen sie uns auch nicht sein Das sind Juristen zum Beispiel, die ja im Großen und Ganzen erst mal nicht unbedingt eine Vorstellung davon haben.

00:07:07: okay was braucht es jetzt für so ein Produktentwicklungsprozess?

00:07:11: Und gleichzeitig ist das eben so im Ministerium wenn man für seine Zielgruppe eine Lösung finden will dann z.B.

00:07:19: eine digitale Lösung.

00:07:20: ich meine muss auch nicht immer eine digitare Lösung sein meistens so, dass die Referenten erstmal eine Idee davon entwickeln.

00:07:27: Okay wie sieht diese Lösung aus?

00:07:28: Und dann kommen sie schon mit fertigen Konzepten wie wir wollen jetzt ein App oder wie gesagt wir wollen diesen Chatbot und dann bestimmte Technologien sind gerade auch in den Vogue KI es muss irgendwas mit KI sein und sind dann der Meinung okay wir schreiben jetzt quasi eine Vorlage eine Leistungsbeschreibung und dann soll dieser App entstehen.

00:07:48: Das hat aber eben sehr häufig dazu geführt, dass Menschen oder sozusagen Mitarbeitende die von dem Stoff nicht unbedingt Ahnung haben sich schon eine Lösung ausgedacht haben ohne wirklich zu wissen was brauchen wir jetzt meine Zielgruppe denn wirklich und haben da bestimmte Dinge vorweggenommen.

00:08:05: Und wir sind eigentlich vor allen Dingen erstmal reingegangen und haben gesagt Moment Produktentwicklung bedeutet auch Wir reden erst mal mit unserer Nutzendengruppe oder wir reden erst einmal mit unsere Zielgruppe, was ihr eigentlich braucht und wo das Problem vielleicht wirklich auch liegt.

00:08:19: Und orientieren es dann im Prinzip auch an dem nutzenden Verhalten um dann gute Lösungen zu finden.

00:08:24: So ein Prozess überhaupt zuerst mit so einem möglichen Haus und das aufzusetzen in der Verwaltung war eigentlich erstmal der Ansatz und dann vielleicht die erste Herausforderung auch an dieser Stelle.

00:08:37: Wie seid ihr heute aufgestellt?

00:08:39: Was würdest du sagen, sind jetzt ganz aktuell Schwerpunkte oder Arbeit.

00:08:42: Was sind so die zwei drei Projekte, die du nennst wenn dich jemand fragt?

00:08:48: Also wir machen wirklich unterschiedliches und das Innovationsbüro, also quasi aus diesen Bedarfen im Haus heraus hatte tatsächlich noch im Prinzip eine unterschiedliche Gliederung.

00:08:58: Wir haben die Mission gehabt, digitale Lösungen zu entwickeln.

00:09:03: Es ging aber auch um Befähigung und Kompetenzen.

00:09:06: Gleiches ging es auch noch um Vernetzung und sozusagen das Wirken in die Gesellschaft hinein und tatsächlich auch Strategien entwickeln weil das ja durchaus auch relevant ist... sich für die Digitalisierung, für ein residentes Ministerium was auch immer das dann heißt aufzustellen.

00:09:22: und wir haben eigentlich in all diesen strengen wichtige Dinge erarbeitet.

00:09:27: also bei Befähigung ging es darum beispielsweise tatsächlich KI-Schulungen zu machen Grundlagenwissen an Mitarbeitenden dazu vermitteln.

00:09:36: Das war sehr erfolgreich.

00:09:37: oder auch agile Arbeitsmethoden, im Kontext digitale Lösungen.

00:09:41: da haben wir sehr viele unterschiedliche Prototypen zusammen mit unterschiedlichen Fachhervorraten für ihre Zielgruppen entwickelt und jetzt final tatsächlich auch sechs Produkte die live gegangen sind.

00:09:52: das richtet sich entweder an Bürgerinnen aber zum Teil auch von Verwaltung für Verwaltung auch ganz wichtig oder sogar nach innen.

00:10:01: Und wir haben Strategien entwechselt, die neue Digitalstrategie des Hauses, die jetzt bald veröffentlicht wird.

00:10:07: Also eigentlich waren wir da an unterschiedlichen Stellen unterwegs und haben Veranstaltungen gemacht.

00:10:12: So das war so der Bauchkasten vom Innovationsbüro zwei Punkt Null.

00:10:19: Das hat auch alles eine Berechtigung und wie gesagt, die entsprechenden Projekte haben wir gemacht.

00:10:24: Jetzt zum Ende des Innovationsbüros.

00:10:26: zwei Punkt null.

00:10:27: Wir stehen kurz bevor uns neu zu erfinden Neue.

00:10:30: Also um drei Punkt Null, einen nächsten Evaluationsschritt zu gehen.

00:10:34: Da fokussieren wir uns jetzt nochmal und räumen ein bisschen auf mit unserem Bauchkasten und werden jetzt uns doch stärker auf die Produktentwicklung spezialisieren oder da mehr reingehen weil wir gemerkt haben okay da ist der Bedarf tatsächlich am größten Und da sind auch noch große Herausforderungen und große Hebel, die wir lösen müssen.

00:10:55: Damit eben Serviceentwicklung bei uns im Haus künftig auch noch besser einheitlicher, effizienter, schneller, kostengünstiger wird.

00:11:01: Genau!

00:11:02: Okay, darauf werden wir auf jeden Fall nochmal zurückkommen.

00:11:04: Das klingt ja auch wie einen Professionalisierungsschritt.

00:11:07: nochmal.

00:11:08: Ja, auf jeden fall.

00:11:09: Jetzt hast du gesagt ihr habt sechs Produkte veröffentlicht aber noch keinen Produkt genannt.

00:11:14: Unsere Hörer möchten es immer gerne konkret haben.

00:11:16: Auf jeden Fall total gerne... Also vielleicht ist im ein oder anderen unser großes Bundesförderprogramm Demokratie Leben zum Beispiel bekannt.

00:11:25: Da geht es ja darum, Gelder an unterschiedliche Trägerorganisationen zu geben um Demokratieprojekte zu fördern.

00:11:32: und jeder der mal so einen Förderantrag geschrieben hat, der weiß wie sehr herausfordernd und bürokratisch die ganze Nummer ist.

00:11:38: Und ein Produkt von uns ist ein großes Fördermenagement-Tool, das quasi diese gesamte Beantragung von Fördergeldern ermöglicht.

00:11:46: Inklusive dann eben auch nachweislichen und was da nicht alles auf einen zukommt.

00:11:49: Das ist wie gesagt die Förderrichtlinien sind umfangreich.

00:11:53: Und dieses Tool unterstützt quasi diesen Prozess und zwar einmal für die, die natürlich Förder Gelder beantragen aber vor allen Dingen auch die im Hintergrund, die diese Förder gelder freigeben müssen Wie gesagt danachweise bekommen.

00:12:05: und ähnliches hat viel mit Antragstrecken zu tun.

00:12:10: Klingt erst mal nicht so sexy, aber ist im Großen und Ganzen trotzdem eine große Erleichterung weil das natürlich digital abgebildet dann für eigentlich alle Beteiligten deutlich schneller geht und auch genau viel übersichtlicher Transparenter die Prozesse dann auch da begleitet werden können.

00:12:23: Und klingt ja auch schon nach einer richtig komplexen Fachsoftwaren?

00:12:25: Ja!

00:12:26: Das war auch tatsächlich eines unserer ersten Projekte und ist jetzt also wirklich vier Jahre ausentwickelt gibt immer neue Interessenbekundungsverfahren und ähnliches Programm wird die da eingestellt speist werden und genau das läuft.

00:12:39: Und hilft hoffentlich besser und einfacher unsere Gelder auch zu beantragen, ja?

00:12:44: Wenn man sowas mal gebaut hat weiß man ja auch da gehört doch einiges dazu vielleicht auch mehr als man von außen sieht also angefangen bei Konzeption Gestaltung erste technische Entwürfe dann ausarbeiten bis zum Regelbetrieb

00:12:56: usw.,

00:12:57: können wir das vorstellen was davon macht?

00:12:59: ihr selbst habt in den Netzwerk aus Dienstleistern wie funktionieren sozusagen diese Schnittstellen auch zu den anderen Akteuren, mit denen ihr da wahrscheinlich auch zusammenarbeiten müsst.

00:13:08: Ich denke dass ihr das nicht Ende zu Ende alles in Haus baut.

00:13:11: oder wie viele Leute seid ihr?

00:13:15: Es wäre schön wenn wir ein paar mehr Leute in haus wären sozusagen.

00:13:19: Das ist sicherlich irgendwie auch einen Anspruch vielleicht für die zukunft.

00:13:24: aber es ist eben so.

00:13:24: das Invozonsbüro ist erstmal so an den Start gegangen dass wir uns sehr stark externe Unterstützung dazu geholt haben also gerade natürlich auch Mit Blick auf IT-Umsetzung, das haben wir so im Haus nicht oder beziehungsweise unsere Zentralabteilung da auch nicht die Aufgabe und wir haben quasi mit dem Innovationsbüro eine Struktur geschaffen wo wir zusammen mit einem IT-Dienstleister aber auch nicht nur.

00:13:50: Auch eine Strategieberatung und auch eine Kommunikationsberatungen ein interdisziplinäres Team geschaffen haben.

00:13:55: Und natürlich den Personen, die eben in Haus für das Innovations Büro arbeiten um dort als gemeinsame Einheit, also so würde ich es auch wirklich sehen.

00:14:02: Wir waren eine kleine Organisation, ein kleiner Inkubator da einen Ort zu sein, eine Anlaufstelle zu sein für Serviceverantwortliche im Haus sich bei uns zu melden und eben diese Art von Projekte mit uns umzusetzen.

00:14:14: Da konnte man sich dann bewerben.

00:14:17: wir haben Gespräche geführt was ist da geplant?

00:14:19: Und dann haben die Kollegen vor allen Dingen darin unterstützt ein Projektplanen sinnvoll und sie überhaupt erst mal mit der Thematik sozusagen vertraut gemacht.

00:14:29: Was bedeutet das denn jetzt, wenn man ein Produkt entwickelt?

00:14:32: Weil für die meisten Kollegen ist die Vorstellung, okay, man schreibt sofort Code und so funktioniert es eben nicht sondern dieser ganze Prozess.

00:14:40: also wir nennen das auch dann die prototypische Entwicklung vor Projekte in dem Sinne dass man erstmal schaut mit den Nutzenden zusammen.

00:14:46: ok was sind die Bedarf an dieses Tool Anforderungen erhebt welche Funktionen Feature sind wirklich relevant vielleicht auch in unterschiedlichen Ausbaustufen Dieses Vorprojekt oder diese Agile, dieses Agile auch eher Design-Thinking getriebene Ideen entwickeln und erst mal zu einem Prototyp zu kommen.

00:15:07: Das ist eigentlich das was wir besonders vermittelt haben.

00:15:10: und auch mit dem Quartier Leben da war es so Es gab schon ein Fordermanagement-Tour.

00:15:15: hier ist die Sache auch besonders in Anführungszeichen komplex weil dass bei einer nachgeordneten Behörde auch lag, also dem BAFTA.

00:15:21: das Ministerium hat ja häufig solche nachgeordnete Behörden die dann in der Umsetzung tätig sind.

00:15:26: Genau und da ging es so ein bisschen darum auch dieses Produkt oder dieses Fördermenagement Tool zu verbessern.

00:15:31: Und mein Team hat sich dann im Prinzip in einem Kernteam mit dem BAFA zusammen geschlossen und hat dann gemeinsam an einem Tisch, sprich Ministerium, die Nachgeordneterbehörde ... an einem Tisch in einem Kernteam dann entwickelt, okay wie können wir dieses Produkt verbessern?

00:15:47: Und dann wirklich umfangreich auch verbessern.

00:15:51: Genau und so konnten wir die Kollegen-Killigen dann eben unterstützen... ...und dann arbeitet man ganz normal, wie man es in der Produkteentwicklung dann auch kennt,... ...dann auch iterativ und schaut dann das man immer wieder neue... ...Entwicklungsschleifen dreht und ähnliches um das Produkt dann eben in die Welt zu heben.

00:16:05: Es liegt ein bisschen aus einer Inhausberatungsagentur.

00:16:10: Wie seid ihr da aufgehangen?

00:16:11: Also seid ihr auf der Fachebene irgendwo verankert in einer Abteilung oder seid ihr Stab, also da gibt es ja unterschiedliche Modelle wie man so nennt.

00:16:18: Genau, also wir bei uns war's tatsächlich so dass wir aus einer Fachabteilung kommen und wir kommen wohlgemerkt nicht aus der Digitalisierungsabteilungen weil das BMFSFJ zu dem Zeitpunkt tatsächlich gar keine hat.

00:16:28: Also wir kommen aus der Familienabteilung und das ist historisch deswegen so gewachsen, weil in der Familien Abteilung liegen unterschiedliche OZG-Leistungen die auch digitalisiert werden sollten wie zum Beispiel das Elterngeld und auch der Kinderzuschlag.

00:16:42: also daher kommt es ein bisschen dass dort schon einfach sehr früh Referentenverantwortlichkeiten saßen, die gemerkt haben okay wir müssen bestimmte Leistungen an Bürgerinnen und Bürgern hier im Spezialfallfamilien digital bereitstellen.

00:16:55: Das ist ein großer Hebel und das ist wichtig für die Wälder draußen und deswegen haben sich da Kollegen schon sehr früh mit diesen Themen beschäftigt und dann wurde da quasi auch das Innovationsbüro angedockt weil es so ein bisschen aus derselben Kultur oder demselben Mindset entstand.

00:17:12: Und jetzt sagtest du Beschäftigte können sich damit ihren Ideen Bewerben.

00:17:17: Kann ich mir diesen Auswahlprozess vorstellen?

00:17:20: Und dürft ihr da selber entscheiden oder gibt es da Kriterien, wie funktioniert das?

00:17:25: Also letztendlich auch wir waren ja erst mal... Wir haben uns auch erstmal eigentlich als Prototyp und Pilot verstanden.

00:17:32: also vom Mindset glaube ich was besonders ist in unserem Haus dass wir uns als so eine Art Zauberstelle verstanden haben.

00:17:39: Wir haben gesagt, wir wollen Serviceverantwortliche oder sozusagen Mitarbeiter im Haus eine bestmögliche Unterstützung bieten.

00:17:45: Damit sie eben diese Arten von digitalen Produkten entwickeln können.

00:17:48: und wir versuchen das sehr kundenorientiert also quasi für Sie da zu sein.

00:17:52: Und ja deswegen haben die sich dann trotzdem ein Stück euch bewerben müssen.

00:17:55: Das war aber sehr niedrigschwellig.

00:17:57: Also die Kollegen mussten eigentlich nur grob uns mal ein bisschen aufschreiben was habt ihr davor, welches Problem wollt ihr lösen?

00:18:05: Was ist ja meistens ein Problem in der Zielgruppe in irgendeiner Form.

00:18:09: Dass es da gibt das zu lösen gilt erzählt uns dann mal so ein bisschen und dann haben wir im Prinzip über einen Prozess mehrere Beratungsgespräche aber auch mithilfe eines Projektplans den wir zusammen mit denen entwickelt haben sie dann quasi in die Lage versetzt da diese Projekte umzusetzen und haben da eigentlich kooperativ in Co-Ownership mit denen das dann zusammen entwickelt.

00:18:35: Und ich glaube, dass war dann eben auch Teil des Erfolgsrezeptes weil wir nicht gesagt haben gibt uns mal die Idee rein und dann verstünden wir irgendwie für ein paar Monate und dann präsentieren wir euch eine Lösung sondern unsere Idee von Anfang an was es wie gesagt diese co-kreative Zusammenarbeit gibt Referentinnen, quasi Produktentwicklerinnen auf Zeit mit uns werden und gemeinsam mit uns direkt die Projekte quasi umsetzen.

00:19:05: In jeden Workshop gehen, mit uns diese Dinge koordinieren, Interviews mit der Zielgruppe organisieren und dann wirklich in der Zeit, mit der sie zusammenarbeiten, ganz nah.

00:19:15: dran sind.

00:19:16: Und deswegen hatte das natürlich auch einen gewissen Befähigungskarakter und meine Referenten, Referentinnen die zum Teil Juristen oder Ähnliche sind wurden dann wie gesagt so ein bisschen ProduktentwicklerInnen auf Zeit aber eben angeleitet durch uns, durch einem Prozess, auch im Prozessdesign dass wir uns dazu überlegt haben weil es ist ganz notwendig dass da auch ein Prozess hinter steht und dann konnten sie da durchgehen.

00:19:39: An Kriterien war für uns bei der Auswahl der Projekte.

00:19:43: Wir waren extrem offen, also wir haben eigentlich nach Möglichkeit kein Projekt abgelehnt weil wie gesagt wir wollen ja unterstützen und wollen da auch ein Aplount Facilitator sein.

00:19:52: Ja nicht unbegrenzte Ressourcen und Zeit?

00:19:55: Das stimmt!

00:19:56: Das Gute war am Anfang kannte uns erst mal keiner.

00:19:59: insofern haben sie uns natürlich auch nicht direkt die Bude eingerannt sondern das kam Pö Apö.

00:20:05: Zum Schluss sah es ein bisschen anders aus nach drei Jahren und sich das natürlich auch rumgesprochen hat, dass wir da offensichtlich eine ganz gute Unterstützung anbieten.

00:20:12: Da wurde es dann so langsam schwierig alle Projekte anzunehmen.

00:20:15: aber am Anfang war's tatsächlich so, dass we gar nicht so viel auswählen oder ablehnen mussten in dem Sinne weil wir erst mal sehr offen waren dazu unterstützen.

00:20:23: Das Einzige was wie gesagt haben sollten Arten von Produkte sein dienen klaren Mehrwert für Bürgerinnen versprechen Und die auch irgendwo eine strategische Hebelwirkung vielleicht haben können.

00:20:36: Also zum Beispiel bei Demokratie Leben, dem Fördermenagement-Tool.

00:20:39: So Fördergeschichten ist etwas das betrifft nicht nur Demokrätie Leben.

00:20:42: Das betrifgt viele unterschiedliche Themenfelder, Politikfelder und das könnte z.B.

00:20:48: dann eben auch zur Nachnutzung relevant sein.

00:20:50: also das waren dann so Kriterien die dann auch mit der Zeit relevanter wurden anhand der wir dann eben ausgewählt haben.

00:20:57: Das war bei uns ganz ähnlich.

00:20:59: Erinnere ich mich noch, wir haben am Anfang fast alles gemacht was anfangab.

00:21:04: Aber ich finde auch wenn man ja auch selber ist ja auch in so einem Lernprozess.

00:21:07: also wo können wir überhaupt Mehrwertestiften?

00:21:10: Wo wirken die Sachen die wir machen?

00:21:12: und das kann hier alles mögliche von keine Ahnung genau.

00:21:15: könnt ihr unseren Prototypen bauen bis zu könnt ihr unsere Veranstaltung organisieren?

00:21:20: sonst irgendwie war es eine internationale Vernetzung.

00:21:22: also kam aus allen Richtungen auch und genau bei uns war es ein ähnlicher Prozess.

00:21:28: Heute ist es auch bei uns so, dass wir viel mehr ablehnen müssen als wir machen können.

00:21:34: Am Anfang war das noch nicht so.

00:21:36: Aber man gewinnt ja gleichzeitig auch ein Gespür und auch eine Routine welche Projekte sinnvoll sind und welche vielleicht auch von vorne rein zum Scheitern verurteilt weil wenn man die Fehler dann halt zweitermal gemacht hat weiß man doch irgendwann nicht.

00:21:49: Es wird einfach nicht klappen.

00:21:50: Also ich glaube beide Seiten auch einen Lernprozess, den man dadurch läuft Was auch ähnlich war bei uns, das hattest du jetzt eben in deiner Antwort auch angeschnitten.

00:21:59: Diese Idee dass man Innovation auch methodisch gestalten kann und muss... Auch das mussten wir am Anfang erstmal vermitteln.

00:22:05: ich hatte das Gefühl so die Leute die aus der klassischen Verwaltungsarbeit kamen für die war das erst mal eine Wundertüte.

00:22:10: ja Innovation da gehe ich hin und dann passiert Magie und dann kommt Innovation raus ne?

00:22:15: Und ich zu sagen nee auf einer Art Wir hatten dann irgendwann so das auch als Running Gag Bürokraten und total Prozess orientiert sind, nur es sind halt andere Prozesse.

00:22:26: Aber wir waren da zum Teil auch sehr streng.

00:22:28: Was heißt ein Innovationsprozess?

00:22:30: Da gibt's eine Explorationsphase oder eine Designphase... Man kennt das aus dem Design Thinking der Double Diamond geht auf, geht wieder zu man konkretisiert, man testet, man macht nochmal auf und so.

00:22:41: Du hast jetzt gesagt auch so einen Prozess Ist ja auch so ein bisschen aus dieser Richtung.

00:22:46: Wir haben dazu ja sogar mal einen Buch geschrieben, weil uns das so wichtig war.

00:22:49: Eine kleine Werbeblock hier gibt es noch kostenlos zum runterladen Handbuch öffentliches gestalten.

00:22:54: Weil uns dasso wichtig war, dass auch zu verdeutlichen Nene was wir machen hat eine Methode und es lohnt sich auch mit dieser Methode sich auseinanderzusetzen Auch wenn man vielleicht Widerstände spürt und denkt das brauchen wir doch nicht nochmal Exploration warum?

00:23:07: aber dann geht man richtig auch streng durch Und dann kommen immer noch neue Aspekte zum Vorschein.

00:23:13: Das habe ich etwas ausgeholt, aber interessiert mich im Grunde ob es bei euch da einen ähnlichen Prozess gibt und auch wie dogmatisch immer diesen Prozessen seid.

00:23:24: Double Diamond ist auf uns jedenfalls genau unser Prinzip bzw.

00:23:27: genau durch den gleichen Prozess schicken wir unsere Serviceverantwortlichen auch und das ist sicherlich auch das worauf wir sie ein Stück weg verpflichtet haben sich auf diese Art von Prozess eben einzulassen.

00:23:39: Und wie du schon richtig sagst, das hat eine Methode.

00:23:44: Das ist eben auch das was ich am Anfang bevor wir die Projekte aufzäuen genau an die Serviceverantwortlichen beziehungsweise meine Referenten sozusagen für Mitte.

00:23:53: Nämlich zu sagen wenn ihr jetzt mit uns zusammenarbeitet dann arbeiten wir nach diesem Double Diamond oder nach diesem Innovationsprozess Prinzip.

00:24:02: so wird es ablaufen und das ist auch das worauf ihr euch einlassen.

00:24:06: Das ist so ein bisschen immer die einzige, ja sozusagen das was wir von den Serviceverantwortlichen erwartet haben.

00:24:16: Wir konnten denen das aber auch immer sehr gut erklären.

00:24:18: natürlich warum dass auch eine Notwendigkeit ist weil dieses ganze Thema nutzenden Zentrierungen das sind irgendwie sowas wird.

00:24:25: jeder hat davon schon mal irgendwie gehört.

00:24:26: Aber was das eigentlich dann am Ende des Tages bedeutet und was das dann auch bei der Produktentwicklung bedeutet das weiß man nicht unbedingt zwangsläufig und wie man das eben herstellen kann.

00:24:36: Und deswegen, ich würde sagen Innovation bei uns hat vor allen Dingen bedeutet dass wir einmal diese Art der Methodik eingeführt haben und digital Projekte eben sozusagen nach einer Prototypenlogik erst mal entwickelt haben und per Design Thinking Methoden.

00:24:51: Aber das andere ist auch, dass wir eben diese Nutzendenzentrierungen überhaupt erst mal reingebracht haben.

00:24:56: Weil das ist keine Selbstverständlichkeit in der Verwaltung, weil die Verwaltung nicht darauf ausgelegt ist mit Nutzenden zusammen Lösungen zu entwickeln und Wir haben in unseren Projekten entlang dieser Methode überhaupt erstmal Verwältungsmitarbeitende mit ihren Zielgummen zusammengebracht.

00:25:13: Wir haben Workshops mit Kinder und Jugendlichen gemacht, wir haben Work- shops mit Lehrer oder Stadttreten oder was auch immer gemacht.

00:25:19: Wir ham die direkt befragt!

00:25:21: Wir ham nutzenden Forschung gemacht, wie ham die ausgewertet?

00:25:24: Das sind Dinge... Das ist nahezu revolutionär im Ministerium.

00:25:29: Jedes Start-up, jeder andere sozusagen in der Digitalbranche ist das natürlich total Industriestandard.

00:25:34: aber das ist kein normal Zustand im Ministeriums dass da so gearbeitet wird.

00:25:40: und das Tolle war... dass unsere Referenten oder unser Serviceverantwortlichen, die sie ja dann werden total begeistert davon waren.

00:25:48: Natürlich ist das total schön seine Zielgruppe so nah zu erleben und dann auch aus deren Mund und aus deren Perspektive die Dinge erklärt zu bekommen.

00:25:57: Das ist natürlich wirklich ein total lohnender und total schöner Prozess für alle In-Hausmitarbeitenden gewesen.

00:26:05: Und deswegen haben wir da eigentlich immer super schnell eine tolle Ownership erreicht von den Referentinnen die Produkte dann oder auch diese Prozesse dann quasi weiter zu tragen und mit viel Herzblut und Leidenschaft dann auch voranzubringen.

00:26:19: Das klingt sehr schön, das klingt fast ein bisschen zu schön.

00:26:24: deswegen jetzt eine bisschen fiese Frage.

00:26:26: aber nee vielleicht auch eigentlich nicht.

00:26:27: also ich kenne dass auch so man geht mit einem ideal typischen Vorstellung, wie man es besser machen kann.

00:26:34: Wo wir jetzt gerade gesprochen haben hin und dann bringt man das so in Kontakt mit der Realität und dann muss man mitunter aber auch schmerzhaft manchmal merken funktioniert vielleicht auch manches nicht so ideal typisch.

00:26:47: Welche Learnings habt ihr da gemacht?

00:26:49: Wo habt ihr vielleicht auch mal gemerkt?

00:26:51: Nee geht nicht!

00:26:52: So wie wir dachten

00:26:53: Auf jeden Fall, also wenn ich jetzt sage und dann fühlen wir sie dadurch so einen tollen Prozess.

00:26:57: Und dies und jenes... Also den mussten wir entwickeln und zwar Hands on!

00:27:02: Das war nicht am Anfang hat uns das vorgelegen sondern wir haben durch ein paar schmerzhafte Learnings wie vielleicht haben wir die Serviceverantwortlich nicht richtig gut abgeholt?

00:27:13: Ihnen war nicht ganz klar was kommt da eigentlich an Projekt auf Sie zu?

00:27:16: auch welche Zeitholizonte bedeutet das?

00:27:18: welche Budgets bedeutet dass?

00:27:20: Daran haben wir gemerkt, also an den ersten Anläufen sozusagen als ich die Unterstützung quasi reingegeben habe.

00:27:27: Moment, nee irgendwie müssen da zum Beispiel bestimmte Informationen viel früher im Prozess irgendwie reingeben.

00:27:33: Wir müssen überhaupt erstmal eine Art von Prozess Design und zwar nicht nur den Innovationsprozess in der Produktentwicklung, sondern auch in der Verwaltung.

00:27:43: Also wie sozusagen schlaue ich erst mal überhaupt auch Referentenreferentinnen auf dazu was für eine Art von Projekt das wird?

00:27:51: Und genau worauf verpflichte ich sie auch ein Stück weg in der Zusammenarbeit.

00:27:54: also gerade dieses Thema Ownership war das woran es dann manchmal gescheitert ist oder am Anfang gescheitert ist weil Referentin nicht klar war dass Zum Beispiel bei unseren Prototypenentwicklungen, die meistens über drei, vier Monate geht.

00:28:08: Sie wirklich viel Zeit mitbringen müssen.

00:28:11: Sie müssen da Hands-on die ganze Zeit mitarbeiten und koordinieren und machen und tun und workshopen und mit ihren Zielgruppen sprechen.

00:28:18: Und das ist ein Zeithorizont der so mancher Referenz einfach gar nicht gesehen hat.

00:28:22: Ja!

00:28:24: Die Frage natürlich auch manchmal nach Budgets... Wir haben im Innovationsbüro auch ein Teil des Erfolgs, haben diese Vorprojekte wie sie nennen.

00:28:33: Also bis zum Prototypen haben wir finanziert.

00:28:36: aber danach also wenn es dann in die Entwicklung geht also wirklich in die Umsetzung Dann mussten die Fachreferate das selbst übernehmen und natürlich manchmal gab es da nicht das Budget oder man hatte vielleicht auch ein bisschen zu naive Vorstellungen.

00:28:47: Da haben werden gemerkt okay dass müssen wir auch viel früher im Prozess ansprechen.

00:28:51: Okay was kommt eigentlich auf euch zu?

00:28:53: Also mit anderen Worten, nein das war definitiv nicht perfekt.

00:28:56: Perfekt am Anfang!

00:28:57: Wir hatten eine gute Vorstellung von unserem Innovationsprozess.

00:28:59: wir hatten nicht so ne gute Vorstellungen davon wie setzen wir im Ministerium den Prozess auf um sozusagen Referentinnen und Referentin Fachheiferate Abteilung überhaupt erstmal in diesem Prozess zu begleiten?

00:29:11: Das andere was sie dann auch mitunter gemerkt haben war dass Projekte so manchmal krachend scheitern, sondern eher so versandten oder dass es auch so ein Modus ist.

00:29:21: Auch innerhalb der Verwaltung das Sachen dann einfach... Dann ist irgendwas unklar und dann bleibt es irgendwie einfach liegen.

00:29:27: Und dann schleift man das noch so mit und es kostet auch mentale Ressourcen oder personelle Ressoursen.

00:29:34: Hab die Wege gefunden auszusteigen aus Projekten, wer gemerkt hat hier macht jetzt nicht mehr Sinn.

00:29:39: Ich finde das mitunter difficile.

00:29:40: Man will die Stakeholder nicht verprällen.

00:29:42: Man hat vielleicht auch Hoffnungen geweckt und merkt dann in dem Prozess Ich glaube, das wird nichts mehr.

00:29:48: Habt ihr da einen eleganten Weg gefunden dann auch zu sagen hey wir haben euch jetzt ein bisschen geholfen aber ab hier müsst ihr leider alleine weitermachen?

00:29:56: Also glücklicherweise sind meistens die Serviceverantwortlichen oder die Facher Verrate selber drauf gekommen.

00:30:03: also genau dafür dient ja diese diese prototypische Entwicklung.

00:30:07: Also wir hatten manchmal Schwierigkeiten wie gesagt mit dieser Ownership, also dass wir dann zum Beispiel eben bestimmte Personen vielleicht nicht die Energie und den Einsatz gebracht haben, denen es ihm gebraucht hätte um diese Prozesse oder auch dann die Prototypenentwicklung gut abzuschließen.

00:30:22: Da hat's halt manchmal gehabert.

00:30:24: Aber wenn es jetzt darum ging, ist vielleicht das was man sich da ausgedacht hat.

00:30:28: Am Ende des Tages doch nicht so ideal.

00:30:30: oder ist das jetzt vielleicht nicht die beste Lösung?

00:30:32: Oder würde die beste Lösungen etwas erfordern an Rahmenbedingungen, die wir nicht bereitstellen können wie zum Beispiel ja mein wegen ist die App dann das teuerste aber eine App im Betrieb und in der Programmierung sozusagen in der Umsetzung und dann im Betrieb für halt x Steuergelder verschlingen, das haben wir nicht.

00:30:49: Das war eigentlich dann immer ganz gut dass letztendlich die Facheverrate dann selber auch von der fachlichen Seite zu der Einschätzung gekommen sind.

00:30:55: okay das können wir jetzt eigentlich nicht weiter treiben.

00:30:57: und dann sind Projekte auch nach Prototypen oder sozusagen nach einer prototypischen Entwicklung wo wir ja im Prinzip auch auf Machbarkeit prüfen.

00:31:04: Also Prototyp meint bei uns jetzt nicht nur irgendwie, wir haben ein Kliktami oder sogar einen MVP sondern es meint ja auch eine Folgekostenabschätzung.

00:31:11: also was meint ist wenn wir das jetzt in die Umsetzung geben?

00:31:14: Wenn wir dann betrieben, also da auch ne Verantwortung übernehmen müssen und soll ein Ministerium wie viele Produkte so ein Ministerium denn wirklich und sollte es in die nachgeordnete Behörde machen.

00:31:22: Das sind ganz wichtige Fragestellungen die sich noch anschließen.

00:31:25: dazu haben wir ja auch beraten und es gab dann Projekte wo die Fachabteilung gesagt haben Das ist nicht im Scope, das ist nicht in dem Bereich, dass wir umsetzen

00:31:34: können.

00:31:35: Noch eine letzte Frage zu diesem Stakeholder-Thema weil es einfach... Ich hoffe auch für Zuhörende für mich auf jeden Fall sehr interessant wie sieht's mit den politischen Stakeholders aus weiter oben?

00:31:45: Es ist ja schon auch so Verwaltung arbeitet nach einer anderen weniger agilen Logik und das heißt zum Beispiel Entscheidungen gehen manchmal auch so eine Hierarchieleiter hoch, dauert werden dann vielleicht auf den höheren Ebenen nicht immer so verstanden, wie ihr sie meint.

00:31:58: Und dann geht es irgendwann die Leiter wieder runter und ich sage jetzt mal etwas flapsig hatte der Staatssekretär einen schlechten Tag und sagt nö, finde ich

00:32:06: doch.

00:32:08: Wie geht ihr damit um?

00:32:09: Dass es diese Hierarchien gibt und diese Entscheidungsgewalt sozusagen gibt holt ihr.

00:32:15: ist es euch wichtig zum Beispiel politische Entscheidungsträger oder eben die Hausleitung frühzeitig abzuholen?

00:32:21: habt ihr da einen guten Modus gefunden?

00:32:24: Ich glaube, das Gute ist dass sozusagen die Ownership für diese Projekte und auch für diese Produkte am Ende des Tages liegt eben nicht bei uns im Innovationsbüro.

00:32:33: Wir sind der Facilitator und wir sind euer Unterstützungspartner.

00:32:37: aber ownership oder sozusagen auch die politische Verantwortung für die Projekten liegen in den Fachreferaten und in umsetzenden Abteilungen.

00:32:43: Das heißt es kann natürlich sein, dass da etwas auf in Anführungsstrichen Arbeitsebene in einem Fachrefferat entwickelt wird.

00:32:49: jetzt mein wegen unser Prototyp Und damit zieht man da mit los.

00:32:52: Also wie gesagt, Prototyp meint bei uns eben auch sehr stark eine Art von Umsetzungskonzept verbunden mit einer Machbarkeitsuntersuchung oder Prüfungsstudie.

00:33:02: Damit ziehen ja dann die Facheverrenten beziehungsweise die Reparatsleitungen los und wollen sich das dann beispielsweise von der Abteilungsleitung oder dem Staatssekretär freigeben lassen.

00:33:12: Da kann es natürlich mal zu Problem kommen Aber das liegt dann eben in Anführungsstrichen, in der Fachabteilung.

00:33:18: Das auch politisch durchzusetzen oder da ihre Abteilungsleitung oder den Staatssekretärin zu gewinnen.

00:33:25: Mein Erkenntnis nach, wenn es an diesen Punkt gekommen ist, ist das aber tatsächlich immer gelungen?

00:33:30: Vielleicht wurde dann mal gesagt ... Also sehr häufig haben wir auch so ein bisschen den Ausbaustufen zum Beispiel versucht zu argumentieren, also man kann das jetzt natürlich in so'n bisschen Paketlogik umsetzen und dann haben wir eine Empfehlung ausgesprochen oder hat das Fachreferatenempfehlung rausgesprochen.

00:33:47: Lass uns das mal im Paket M umsetzten und vielleicht hat die Abteilungsleitung gesagt, naja jetzt können wir erst einmal nur Essen machen.

00:33:53: Manchmal ist es dann die Logik.

00:33:55: Es ist aber nicht so oder das ist mir auf jeden Fall in unserem Kontext nicht bekannt dass da ein Projekt komplett abgesehen wurde.

00:34:05: Gut, dann lass uns noch ein bisschen über eure Produkteentwicklung sprechen.

00:34:10: Du hast jetzt immer wieder auf den Prototypen gesprochen, du hast aber auch schon betont dass ihr auch schon Produkte in Betrieb genommen habt.

00:34:16: das ist im Innovationskontext finde ich eine sehr wichtige Entscheidung die Unterscheidung zwischen Prototyp und Produkt die oft von außen nicht so ersichtlich ist toller Prototype funktioniert.

00:34:27: kann das morgen live gehen?

00:34:28: nein in der Regel nicht.

00:34:30: Wir haben da sehr viel, auch teilweise schmerzhafte Learnings gehabt bei der Inbetriebnahme.

00:34:37: Wir machen das mitunter auch.

00:34:38: Aber Stichwort Compliance, stichwort Konformität zu bestehenden IT-Infrastruktur, Datenschutz-IT-Sicherheit ist tauchen plötzlich nochmal Fragen auf die vielleicht mit Entwicklungsprozess erstmal nicht so relevant waren dann aber sehr wichtig werden welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

00:34:56: Mit dem Regelbetrieb von Innovation?

00:35:00: Die Schmerzen haben wir auch.

00:35:03: Und ich glaube, das ist sicherlich auch eines der größten Learnings die wir haben oder sozusagen auch das wo jetzt unsere strategische Weiterentwicklung quasi auch ansetzt.

00:35:13: Wir hatten als Innovationsbauer eigentlich erstmal gar nicht unbedingt vor Live-Produkte zu entwickeln, sondern wir wollten vor allen Dingen Prototypen begleiten.

00:35:20: Wir wollten ja vor einigen erst mal unser Haus befähigen, nutzen ihn zentriert über Lösungen nachzudenken und überhaupt erstmal zu verstehen okay welchen Scope

00:35:29: usw.,

00:35:29: kann so eine digitale Lösung irgendwie annehmen.

00:35:32: So dann war es aber so dass wenn wir tolle Prototype entwickelt haben die Kollegen, Kolleginnen sehr gerne einfach auch weiter machen wollen und es gab eben auch die Möglichkeit mit unseren Umsetzungspartnern Und da, also das muss man auch ganz ehrlich eingestehen.

00:35:47: Diese Entwicklung hat uns tatsächlich eben auch ein bisschen überholt oder auch etwas überrannt.

00:35:52: Auch da waren wir vielleicht ein bisschen naiv oder hatten vielleicht auch erst mal keine Vorstellung was das dann nämlich bedeutet wenn man in den Regelbetrieb geht oder wenn man einen Hosting organisieren muss.

00:36:04: wie gesagt welche Betriebskosten damit?

00:36:08: Oder Pflegeaufwände und so weiter und sofort.

00:36:11: Das wurde uns dann natürlich immer alles erst ein bisschen mehr klar, als die ersten Produkte live gegangen sind bzw.

00:36:15: wir auch da in der Umsetzung waren.

00:36:18: Also ein bisschen früher denken wir das schon.

00:36:21: Welche Fragen muss man da eigentlich so beantworten?

00:36:23: Ein ganz großer Pferdefuß ist nach wie vor wo liegen diese Produkte?

00:36:27: Weil aktuell ist es ebenso dass wir nach wie vorher auch im föderalen Raum keine gute Lösung haben, wo wir diese Produkten hinlegen können.

00:36:36: Und dieses Problem ist auch nach wie vor nicht gelöst.

00:36:39: Das hat dazu geführt, dass die jetzt aktuell dann eben doch zum Beispiel bei unserem Umsetzungspartner liegen.

00:36:46: Aber dieser Umsetzung-Partner geht ja vielleicht an einer bestimmten Stelle oder ähnliches und das sind Dinge mit denen arbeiten wir jetzt.

00:36:54: oder mit diesen Hauptsortungen müssen wir uns arbeiten da müssen wir Lösungen finden Und das ist im Prinzip auch das, woran wir jetzt eigentlich in der Weiterentwicklung sitzen dafür mehr belastbare Lösungen zu finden.

00:37:06: So dass man sich da auch von bestimmten Partnern nicht abhängig macht.

00:37:09: Gleichzeitig passiert ja gerade auch im federalen Raum natürlich viel durch die Gründung des BMDS aber natürlich auch anderen Stake Holdern ist viel Bewegung.

00:37:20: Ich würde nicht sagen, dass wir bisher schon die optimale Lösung gefunden haben.

00:37:23: Aber wir arbeiten mit Zwischenlösungen, die zumindest jetzt eben erst mal ermöglichen, dass die Produkte live sind und auch funktionieren.

00:37:31: aber perspektivisch muss es eine Aufgabe von uns sein da eigentlich eine bessere IT-Infrastruktur auch bereitzustellen um das eben dann wirklich zukunftsfähig zu machen und auch langfristig zu sichern und zwar auch in Haus am besten oder zumindest im Ja, Kontextbundesregion.

00:37:50: Naja es gibt ja IT-Dienstleister.

00:37:52: Es gibt zum Beispiel das ITZ Bund, das IT-Infrastruktur.

00:37:56: Wir müssen das gar nicht vertiefen.

00:37:58: Das ist glaube ich auf Landesebene bei uns in Berlin hier gibt es das ITDZ also durchaus große Einrichtungen die IT Infrastruktur bereitstellen.

00:38:06: irgendwo müssen eure Computer herkommen oder E-Mail Postfecher und so weiter.

00:38:11: Ich entnehme jetzt auch ein bisschen deine Reaktionen Diese Dienstleiste aber vielleicht gar nicht so die Ressourcen, die Kapazitäten was auch immer haben um jetzt auch mal neben diesem Basisbetrieb der natürlich auch laufen muss und den Sicherheitsthemen usw.

00:38:26: Auch noch Innovationsprodukte zu betreiben auf ihre eigenen Infrastruktur.

00:38:31: dass das eigentlich so nicht vorgesehen ist.

00:38:33: Das ist auf Bundesebene auch ein Problem

00:38:35: ja?

00:38:35: Das ist ein Problem genau!

00:38:41: Es gibt dann bestimmte Vorstellungen oder zum Teil sogar auch theoretische Vorgaben, nachdem man da eben arbeiten muss.

00:38:45: In der Praxis lässt sich das aber nicht immer eins zu eins so

00:38:49: umsetzen.".

00:38:51: Ja und jetzt gibt es eine andere sehr spannende Entwicklung für Innovationsteams und auch Herausforderung – die heißt künstliche Intelligenz, so hat das schon angesprochen!

00:39:06: Das Thema hat jetzt viele Facetten.

00:39:08: Und ich habe gar nicht so viele KI-Fragen.

00:39:12: Man könnte es auch ganz anders anwenden, aber eine Sache die ich im Kontext Innovationslabore spannend finde.

00:39:19: als wir angefangen haben zu arbeiten und uns festgestellt ungefähr Zeitgleich da war diese Möglichkeit des Rapid Prototyping schnell Klick Dummies zu erstellen oder einfach mal schnell in Haus ein kleine Webseite aufzusetzen.

00:39:34: das war ja Gold wert.

00:39:36: jetzt sehen So vor allem im letzten Jahr durch diese KI Coding Tools und so Beschäftigte machen das, machen ihr Prototyping selber.

00:39:44: Also die kommen an und sagen ich habe meine Idee beschrieben mit Cloud Code Und dann hat er da zwanzig Minuten gerödelt und jetzt ist es eigentlich fertig.

00:39:52: Ist euch das auch schon passiert?

00:39:53: Dass Leute aus eurem Haus zurückkommen und sagen ne Prototyping brauche ich von euch nicht.

00:39:57: Das hab' ich am Wochenende gemacht Ging ganz schnell war ganz einfach.

00:40:02: Und habt ihr euch schon mal die Frage gestellt was das bedeutet für euch, weil wir diskutieren das intern gerade.

00:40:07: Wirklich?

00:40:08: Nein tatsächlich!

00:40:09: Also das wäre mir jetzt so in der

00:40:11: Form

00:40:13: nicht bekannt also dass da jetzt Referentenreferente sich schon hingesetzt hätten und Dinge mal schnell prototypisiert haben Kenne ich jetzt tatsächlich keinen Fall?

00:40:25: Ich habe auch das Gefühl, also unsere Mitarbeitenden und Beschäftigten sind ja schon sehr ... Den ist er schon sehr klar in welchem Raum sie argumenten.

00:40:31: Also sozusagen agieren und müssen sich da ja auch an vielerlei Hinsicht auf irgendwie ein Stück weg absichern.

00:40:37: Und das ist ja auch dann einen Grund warum Sie sich dann lieber an uns wenden und dass dann im Kontext mit uns irgendwie zusammen machen weil sie damit natürlich eine gewisse Sicherheit gewinnen, dass wir das nach den entsprechenden Vorgaben, Architekturrichtlinien und et cetera eben machen.

00:40:53: Ich würde mir natürlich letztendlich diese Initiative ein bisschen auszuprobieren und da vielleicht auf Ideen kommen, das würde ich natürlich erstmal so in dem Sinne begrüßen.

00:41:01: Und dann können wir das ja in einem Prozess überführen der dann vielleicht wie gesagt bestimmten Vorgaben entspricht oder Sicherheit.

00:41:08: aber wie gesagt also ich wüsste jetzt nicht von nem paar Pfeil wo das jetzt bei uns irgendwie schon passiert ist.

00:41:14: Also ich kenne nur was an uns natürlich herangetragen wird eine starke Erwartungshaltung, immer mehr KI zu nutzen und das natürlich nutzbar zu machen.

00:41:25: Sowohl für bestimmte Prozesse im Haus die zu erleichtern oder natürlich auch um Bürgerinnen und Bürgerinnen Dinge einfacher zu machen also KI-Gestützte zum Beispiel Chatbots, Assistenzsysteme etc.

00:41:40: so dass man da sehr also jetzt gerade im Kontext Familienleistung oder auch insgesamt Familienbedarfe Auszurechnen, was für Elterngeld bekomme ich eine superpersonalisierte Antwort dazu bekommen.

00:41:54: Damit man nicht Achtzig Seiten Broschüre lesen muss und so.

00:41:57: Also da auch ein Tool und wie gesagt Chatboard an der Stelle ist glaube schon etwas überholt.

00:42:02: also da KI geschützte Systeme Tools in die Anwendung zu bringen, die dann Bürgerinnen einfach viel deutlich schneller und eben personalisiert passgenau Antworten geben das sind vor allen Dingen jetzt so die Bedarfe, die an uns herangetragen werden bisschen, wie gesagt auch im Ministerium.

00:42:19: Sie können sich vorstellen diese bürokratischen Dinge mit denen wir arbeiten oder kämpfen besser gesagt solche Prozesse schneller zu machen dass man da nicht mehr so viel Zeit verliert.

00:42:31: Das heißt SKI intern bei euch schon fester Teil eurer Innovationsarbeit?

00:42:36: Also auf unseren Projekten ich kann ja jetzt nur für das Innovationsbüro jetzt erstmal so sprechen Wir haben auf jeden Fall das immer mitgedacht, also auch meistens in den Projekten bei den Prototypen auch immer ausgewiesen.

00:42:51: Wo gibt es da Möglichkeiten jetzt durch KI einfach dann das Tool noch besser zu machen oder die Anwendung oder das Produkt?

00:42:59: Es ist aber am Ende des Tages nicht gar nicht so oft gewesen dass dieser Weg eingeschlagen wurde oder dass es unbedingt nur Notwendigkeit dafür gibt.

00:43:08: Es war sogar ganz häufig so, dass wir gesagt haben Oder noch mal eher andersrum.

00:43:13: Die Kollegen kommen auf uns zu und haben eher die Erwartungshaltung, man würde jetzt einen großen Stil KI einführen weil das alles irgendwie einfacher macht Und wir dann meistens nach der Schärfung des Problems und auch der Anforderungen gesagt haben ihr braucht da gar keine KI für.

00:43:27: Also es ist auch anders zu lösen und macht das ganze Ding vom Scope eigentlich wieder kleiner und handhaber und besser.

00:43:34: Also KI ist nicht für alle eine Lösung oder nicht immer eine sinnvolle Lösung.

00:43:40: Trotzdem, ich dachte bis vor kurzem auch das sei nicht so ein Thema mit diesem sogenannten Vibecoding also ohne Programmierkenntnisse mit KI-Hilfen bauen lassen.

00:43:50: Jetzt gab es neulich eine Veranstaltung hier im Land Berlin verwaltungsintern zu dem Thema die auch so konzipiert war dass das so ein bisschen auch ein geschützter Raum ist wo Leute auch mal dann ohne Angst haben zu müssen sagen können was da los ist und was ich da gesehen habe.

00:44:07: Da ist mir wirklich bisschen die Kinder darunter gefallen, also auch von Leuten wo man es nicht unbedingt denkt.

00:44:11: Aber da kommt dann irgendein Sachbearbeiter und aus dem Bezirk und sagt er hat eigentlich seine Arbeit vollständig automatisiert.

00:44:17: Nimmt halt den Privatrechner mit ins Büro weil das natürlich alles Schatten IT aber hat halt einmal sozusagen der KI beschrieben wie der Arbeitsalltag aussieht und hat sich dann zehn kleine Tools bauen lassen und jetzt einfach nur noch Glick Glick und so.

00:44:31: Und seit diesem Termin glaube ich dass Dutzende, wenn nicht hunderte solche Anwendungen inzwischen posieren.

00:44:38: In der Verwaltung aber völlig unter dem Radar, weil wir auch noch gar nicht die also gar nicht Die Rahmenbedingung geschaffen haben dass sowas dann auch möglich sein kann.

00:44:49: Aber das machst

00:44:50: du mir Angst?

00:44:51: Lass uns ja nochmal drüber reden!

00:44:53: Ich

00:44:54: glaube ich muss mal umfragen.

00:44:55: Kann dir und auch den zuhanden lieben Verwaltungskontext arbeiten durchaus empfehlen mal so einen Format auszuprobieren oder so ein Raum zu schaffen und sage jetzt mal in Safe Space.

00:45:04: Und jetzt zeig mal, weil es war inspirierend aber auch... Es wurde eine Dringlichkeit sichtbar dass man auch was tun muss.

00:45:12: also weil das ja auch ein totaler Wildwuchs der da entsteht jeder baut sich seine eigenen Tools ist natürlich auch unter Sicherheitsgesichtspunkten alles ziemlich heikel

00:45:19: Genau, also das würde ich jetzt nämlich tatsächlich sagen.

00:45:21: Also unseren Mitarbeitenden ist schon sehr klar, dass sie eigener Rechner und eigene... Das ist nicht erlaubt so zumindest in unserer Arbeitsumgebung.

00:45:29: Ich glaube das wissen die Kolleginnen und Kollegen auch.

00:45:32: Das heißt natürlich nicht, dass Sie da Interesse haben oder vielleicht auch Dinge tun.

00:45:39: Es gibt einen zweiten Strang, also auch bei mir im Referat.

00:45:42: Das ist das Datenlabor und auch da Kollegen die sich jetzt mit dem Thema KI befassen und die wiederum arbeiten natürlich daran Stichwort Keypiz und ähnliches dann eine Umgebung zu schaffen dass man auch KI-Tools ausprobieren kann und dann natürlich auch zur Verbesserung eigener Arbeitsabläufe.

00:45:57: Also wir stellen da quasi ein Angebot an die Mitarbeitenden bereit Und sie können sich dann an die Datenlaborkolleginnen wenden und können dann zum Beispiel sowas ausprobierend mit den Kollegen zusammen.

00:46:08: Das ist tatsächlich aktuell so ein bisschen thematisch eben getrennt.

00:46:12: Das hat es sozusagen nicht Origin des Innovationsbüros, aber wir sind ja jetzt auch zusammen in einem Referat.

00:46:19: Also das Innovationsbüro wurde zusammen mit dem Datenlabor zusammengeführt um dann eben auch genau... Wir arbeiten da ja an sehr ähnlichen Dingen dann auch quasi diese Synergien oder auch die gegenseitigen Austausch dann quasi zu gewährleisten.

00:46:31: Das klingt aber auch einfach irgendwie so, wie du es erzählst.

00:46:34: Also seid ihr einfach ein gutes Haus?

00:46:36: Ja, kollegial viele Angebote und Interesse.

00:46:40: Das ist ja auch nicht selbstverständlich kann man dir auch mal so sagen.

00:46:44: Genau wir biegen schon langsam auf die Zielgrade dieses Gesprächs ein.

00:46:48: Ein Thema was uns auch intern viel beschäftigt hat.

00:46:50: Thema Wirkungsmessung gibt's jetzt auch schon länger.

00:46:54: wenn du das so erzählest finde ich Stellt sich diese Frage gar nicht so sehr.

00:46:58: Die Frage bringt das eigentlich alles was?

00:47:01: Weil, so wie du es erzählst, bringt das auf jeden Fall etwas und es gibt auch viele sichtbare Erfolge.

00:47:06: Trotzdem, du hast eingangs gesagt, dass war diese Zeit, im Jahr zwei tausend neunzehnt zwanzig sind viele Innovationsteams entstanden und haben ja auch nicht alle geschafft.

00:47:15: also Es gab durchaus diese Diskussion.

00:47:17: ist das eigentlich hier eher nur Theater, dass wir machen um uns vorzugaukeln Wir seien innovativ?

00:47:23: Habt ihr Ansätze, an denen ihr euren Erfolg bewertet?

00:47:27: Arbeitet ihr auf Ziele hin.

00:47:28: Macht ihr Retros wo ihr sagt wir haben ziele erreicht oder nicht erreicht?

00:47:32: wie funktioniert das bei

00:47:33: euch genau?

00:47:34: also wir haben das dann speziell jetzt wirklich für die Einheit Innovationsbüro uns Ziele überlegt.

00:47:41: Und ich hatte ja vorhin schon mal die unterschiedliche Missionen beschrieben, weil wir wie gesagt auch gesagt haben okay, wir wollen ja auch nochmal befähigen und Leute mehr zu Digitalisierung und Methodik usw.

00:47:50: aufschulen.

00:47:51: also da gibt es Ziele, die eher darauf wirken Wie haben wir jetzt Mitarbeitende befähigt?

00:47:57: Also wie gut sind unsere KI Schulungen angekommen und ähnliches?

00:48:01: Wie oft wurden sie besucht?

00:48:02: das geht mir so in diese Richtung bei dem Ganzen und digitale Lösungen entwickeln.

00:48:09: Ging es wirklich mehr darum, ja letztendlich wie viele Prototypen konnten wir entwickeln.

00:48:16: Wobei da für uns vor allen Dingen wichtig ist, wie viele Personen im Haus konnten wir dahingehend dann eben auch befähigen.

00:48:22: also für eine Sensibilität?

00:48:23: Wie setzt man Digitalvorhaben oder sogar Serviceentwicklung um?

00:48:27: was bedeutet das?

00:48:28: Da kann man sich vorstellen Das ist ein sehr aufwendiger Prozesse.

00:48:32: haben wir jetzt nicht massen sozusagen durchgeführt aber trotzdem ist das für uns ein Erfolg.

00:48:36: alleine wir erst mal entwickelt haben und dann natürlich auch als zweiter Maßstab, wie viele von denen sind dann eben auch Produkte geworden.

00:48:47: Wir schauen uns an warum es in Dinge gescheitert hat.

00:48:50: also auch da sozusagen ein Feedback Club auf den Projekten selber machen wir natürlich regelmäßig Retros.

00:48:55: Also das ist wirklich... Da machen wir halt nur sehr an die Design-Thinge Methode dass der regelmäßig retros gemacht werden aus dem Projekt gelernt wird und ähnliches.

00:49:06: Genau, und wie gesagt wir haben ja auch noch andere Missionen.

00:49:09: Also wir haben uns für alles im Prinzip überlegt okay was ist eine Wirkung die wir erzielen wollen?

00:49:15: Und was ist dann natürlich irgendwie auch ein Output den wir irgendwie erzieren würden?

00:49:20: Ich brauche nicht erklären, Wirkung zu messen ist einfach schwierig.

00:49:22: Auch gerade über so eine gesamte Einheit und wir können auch für uns definitiv sagen natürlich müssen wir der Wirkungsmessung noch besser werden.

00:49:30: also gerade jetzt wo wir das nächste Innovationsbüro anstoßen sind wir da auch nochmal ein Schritt weiter.

00:49:35: Wir wissen auch ein bisschen besser worüber wir sprechen.

00:49:38: Genau aber es war auf jeden Fall so dass wir uns viele gesetzt haben Und einige haben wir erreicht, einige haben

00:49:48: Ja, darüber hatte ich ja schon eingekündigt.

00:49:49: Müssen wir jetzt gleich nochmal sprechen?

00:49:51: Eine letzte Frage bevor wieder zu kommen betrifft die Zusammenarbeit mit anderen Innovationseinheiten auf Bundesebene.

00:49:59: Es gibt jetzt ja inzwischen natürlich auch ein Ministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung.

00:50:05: es gibt aber auch Einheiten wie den Digital Service zum Beispiel, die auch nach ähnlichen Prinzipien arbeiten.

00:50:12: Wie gewährleistet ihr, dass da nicht das Rad neu erfunden wird?

00:50:14: Dass man untereinander abgestimmt koordiniert ist oder isst man es vielleicht nicht.

00:50:19: Man kann sich auch bewusst dagegen entscheiden und sagen Schnelligkeit ist uns wichtiger.

00:50:23: Wie sieht die Zusammenarbeit aus und seid ihr jetzt in diese umfassenden Überlegungen, Stichwort Deutschlandsteg und sonst was irgendwie eingebunden oder wartet ihr da einfach ab, was passiert?

00:50:32: Genau also es ist tatsächlich so wie Innovationen in den unterschiedlichen Häusern betrieben wird, ist tatsächlich auch eine Definitionssache.

00:50:42: Also was meint das genau?

00:50:44: Es gibt so den ganz großen Bereich wo es sehr stark um agile Arbeitsweisen geht, neue Methodiken, Design Thinking aber auch sowas wie Retros, wie mache ich Teambuilding?

00:50:57: Das ist ja so ein großer Prozess.

00:50:59: Das läuft für mich eher unter dem Stichwort Agile Coaches und das ist ja ein Konzept, was eben definitiv wir empfunden haben sondern es wurde quasi auch bei uns reingegeben.

00:51:08: dann wurden Agile coaches ausgebildet und ähnliches.

00:51:10: also dass ist ja diese eine Innovationskiste da.

00:51:12: die Agile coaches sind auch über die Ressource sehr gut vernetzt.

00:51:15: Also da gibt es auch einen E-Mark unähnliches Die tauschen sich da ganz regelmäßig aus.

00:51:21: Dann gibt es die Datenlabore, die sehr gut vernetzt sind.

00:51:24: Auch da, dadurch dass das wirklich ein Instrument über alle Häuser sind können sie gut miteinander sprechen.

00:51:30: Unser Fall wiederum also die Innovationslabore und Hubs und genau wie Sie alle heißen hatten das so in der Form nicht weil das ja nie etwas war was irgendwie zentral reingegeben wurde sondern jedes Haus hat da so einen Stück weg sein eigenes Ding gemacht und dann wie du schon richtig sagst haben eben aber auch nicht alle überlebt.

00:51:48: Also wir haben ganz am Anfang, gerade beim Innovationsbüro eins Punkt Null hatten wir noch so ein informelles Treffen auch unter diesen Innovationseinheiten und haben uns da quasi informell ausgetauscht.

00:51:58: Das hat dann aber irgendwann tatsächlich keinen Sinn mehr gemacht weil niemand mehr übrig war.

00:52:02: Und wir haben dann nochmal im Innovations Büro zwei Punkt Nulle nochmal einen Anlauf gemacht und haben mal so ein größeres Innovationstreffen gemacht.

00:52:10: Wir merken aber dass wir also in diesem gerade in diesem Bereich Produktentwicklung das so in den anderen Häusern nicht auf die gleiche Art und Weise stattfindet.

00:52:22: Also manchmal haben sie Datenlabor oder was übernommen, oder arbeiten da in dem sehendähnlichen Bereich.

00:52:28: aber so eine Einheit, die jetzt speziell für das Haus begleitete Produktentwicklung oder Serviceentwicklungen anbietet ist mir tatsächlich nicht bekannt dass es das in einem anderen Ressort gibt.

00:52:37: Wir sind aber trotzdem da natürlich dran und gerade mit dem Digital Service und auch den BMDS versuchen wir natürlich möglichst in den Austausch zu bekommen.

00:52:46: Und sind da auch im Austausche, um jetzt über bestimmte Entwicklungen natürlich zu wissen.

00:52:50: also Digital Service kann ich nur sagen Stichwort Service Standard.

00:52:54: Also der soll ausgerollt werden.

00:52:56: Da sind wir sehr eng am Austauschen und arbeiten gerade auch unseren eigenen Service Standard.

00:53:00: Die Stack ist das ganze Thema welche technologischen Komponenten Basistechnologien sollen genutzt werden.

00:53:08: Das interessiert uns sehr, da arbeiten wir auch intern an was also?

00:53:11: wir nehmen das durchaus wahr was da quasi draußen passiert und versuchen da auch mit den zuständigen Stellen in Kontakt zu kommen damit wir dann auch vorbereitet darauf sind wenn so etwas ausgerollt wird.

00:53:21: Okay ja jetzt die versprochene Aufklärung.

00:53:27: Was hatte du überhaupt nicht?

00:53:28: Mit dem Innovationsbüro drei Punkt Null Weiß nicht, wie viele Jahre in die Zukunft du dich draus zu blicken?

00:53:35: Fünf, sieben, zehn.

00:53:37: Aber wo wollt ihr hin mit der Version drei Punkt null?

00:53:40: Welche Rolle wollt ihr in der Zukunft spielen?

00:53:45: Also wir wollen gerne tatsächlich es oder unterschiedliche Überlegungen.

00:53:50: also das eine ist Wir müssen so ein Stückwerk darauf reagieren dass das Innovationsbüro so wie es jetzt existiert hat sehr stark in einer Logik war und wir gehen mehrere Männer in so eine Art eins-zu-eins Betreuung mit bestimmten Projekten So, wie du ja aber schon sagst.

00:54:04: Jetzt werden das immer mehr.

00:54:05: und die Frage ist gibt es überhaupt noch einen Vorhaben im Kontext Ministerium was nicht digital ist?

00:54:10: Also wird nicht zukünftig mehr oder minder alles irgendwie digital sein und bei uns anlaufen?

00:54:14: Das würde uns überfordern.

00:54:16: Das könnten wir nicht bereitstellen.

00:54:18: Das heißt für uns war die Frage okay Wie können wir eigentlich skalieren?

00:54:21: also wie können wir zukünftig mehr digitale Produkte gut qualitativ hochwertig entwickeln ohne dass wir diese eins zu eins Betreuung machen?

00:54:31: Und das andere is schaffen wir endlich bei den Pferdefüßen, nämlich zum Beispiel Betrieb und Hosting, IT-Infrastruktur, Datengabernenz, Datenarchitektur.

00:54:40: Also wie schaffen wir auch bestimmte Grundlagen so dass unsere Services zukünftig nicht mehr so stark irgendwie durch externe Dienstleistungen also das die Aufgaben übernehmen sondern dann zu mir das quasi ins Haus wollen können?

00:54:52: Plus, jetzt kommt eben wie gesagt die föderalen Aufgaben oder sozusagen Vorgaben nochmal durch D-Stack.

00:54:58: Da gibt es auch eine Entwicklung.

00:54:59: Wie machen wir das Anschlussfähig zu uns ins Haus?

00:55:01: Und da aus dieser Überlegung heraus überlegen wir eigentlich gerade durch quasi noch mal ein Prozess im

00:55:09: Haus

00:55:10: nochmal anders aufzusetzen, wie Serviceentwicklung bei uns künftig ablaufen soll und hier sehr stark zu standardisieren.

00:55:17: Also wir wollen mit einem neuen Prozessdesign und unterschiedlichen Standards quasi ermöglichen das serviceverantwortliche Künftig auch nicht nur mit unserem Dienstleister sondern mit ihren eigenen oder anderen Umsetzungspartnern Gute Services entwickeln und zwar entlang unseres Service Standards, dass sie hier bestimmte Vorgaben oder sozusagen bestimmte Empfehlungen folgen wie man Services umsetzen soll.

00:55:41: Das soll vor allem die Qualität natürlich steigern.

00:55:43: aber das hat ja auch so Aspekte wie Wie mache ich eigentlich richtig Open Source?

00:55:47: Wie gesagt, wie gehe ich mit Datenverarbeitung um?

00:55:49: was ist IT Sicherheit genau?

00:55:50: Was bedeutet das auch in unserem Kontext also da wirklich den gute Guidelines an die Hand zu geben, die Sie dann auch mehr damit ein Stück eigenständig umsetzten können bzw in Zusammenarbeit mit ihren Dienstleistenden.

00:56:03: Und das andere ist eben technologisch, also wie können wir vielleicht eine technologische Grundlage schaffen?

00:56:09: Empfehlungen aussprechen?

00:56:11: Welche Basisdienste sind zu verwenden?

00:56:13: Wie macht man das dann vielleicht auch den Dienstleistern, die die dann quasi ja meistens beauftragen, denen Informationen heranzugeben, wie wird es hier im Haus gestalten wollen nach Nutzung besser zu fördern?

00:56:25: und im Prinzip spinnen wir gerade ein Prozess der das ermöglicht im Haus und wir gründen sozusagen oder wir überlegen eine neue, jetzt aktuell noch Anlaufstelle nennt sich das also eine neue Beratungsinstitution.

00:56:42: Die Service verantwortliche wieder durch diesen Prozess führt aber jetzt eben weniger in der Logik dass wir für die Projekte umsetzen sondern eher dass wir sie und ihre Projektpartner befähigen selber ihre Projekten umzusetzen aber entlang bestimmter Standards die wir im Haus setzen.

00:56:59: Ja, das klingt total sinnvoll und wie ein notwendiger Schritt.

00:57:03: Einerseits, andererseits auch einen Schritt weg, ein bisschen von diesem Hands-on.

00:57:07: man springt auf alles drauf was ja vielleicht auch eigentlich eine Stärke von Innovationsteams ist.

00:57:12: also es jetzt ich habe da auch keine Antwort darauf weil wir stehen vor einem ähnlichen Dilemma dass wir eigentlich merken die zentralen Fragen die es jetzt zu beantworten gilt sind eben einfach so Skalierungs- und Infrastrukturfragen.

00:57:24: Das macht dann gar keinen Sinn jetzt noch einen Einzelvorhaben und noch ein Einzel Vorhaben, sondern also da kommen wir ja gar nicht mehr hinterher.

00:57:32: Und gleichzeitig glaube ich werden gute Innovationsteams von der Verwaltung auch dafür geschätzt dass sie sich nicht zu schade sind, sozusagen auch selber die Arbeit zu machen und eben nicht nur sich hinzustellen.

00:57:43: Und zu sagen wie man es machen müsste.

00:57:45: also meine Sorge und für mich selbst ist dann eher so geht man einmal full circled oder am Ende ist man selber ein bisschen eine Verwaltung die sagt wir haben hier mal einen Leitfaden geschrieben.

00:57:53: viel Glück bei der Umsetzung.

00:57:55: Dafür sind wir jetzt nicht mehr zuständig

00:57:57: Ja, aber so würde ich es nicht verstehen.

00:57:59: Also tatsächlich ist das sogar eher aus dem Gedanken herausgepasst.

00:58:03: Es gibt ja wie gesagt diesen Softwarestandard der auf einer Dienstbeck basiert und wenn man sich den wirklich dann mal näher anschaut... Wir kamen sehr schnell zu diesem Schloss.

00:58:11: Das war eine super Sache!

00:58:13: Ich bin total dankbar dass es den gibt und auch dass der Digital-Service den wirklich auch noch ein Stück wer kanntaber übersetzt hat.

00:58:18: Allerdings die Vorstellung, dass ich jetzt meinen Referenten diesen Software standart in die Hand drücke und sage na viel Spaß da mach ma ist einfach leider unrealistisch.

00:58:27: Also man musste weiter begleiten und auch jedes Haus hat ja andere Rahmenbedingungen, deswegen muss man es auch ein Stück weit passgenau machen und meine Ansicht nach reicht da eben nicht nur eine Informationsveranstaltung zum Servicestandard sondern man muss die Serviceverantwortlichen wirklich durch all diese Kriterien.

00:58:46: Was meint jetzt genau nutzende Zentrierungen?

00:58:48: Aber was meint auch dann irgendwie Open Data oder was meinte denn irgendwie Bayer Freiheit, also wirklich sehr konkret sie weiterhin dadurch begleiten und sie ihn da als Unterstützung zur Seite zu stehen.

00:59:02: so und deswegen wollen wir sie nicht einfach mit einem irgendwie achtziesseitigen Leidfahren los schicken sondern wir arbeiten Zum Beispiel unter anderem an gerade einer Produktidee, also wie wir sie auch tatsächlich im digitalen Produkt auch in Haus unterstützen können mit einer Plattform die ihn dann ermöglicht durch diese Prozesse durchzugehen.

00:59:20: An den richtigen Stellen die richtigen Informationen zu bekommen gleichzeitig gedeckt oder sozusagen flankiert durch eine Beratungsmöglichkeit.

00:59:27: Also dann natürlich wieder ein eins-zu-eins Gespräch.

00:59:31: Aber sozusagen die Ausrichtung ist mehr zu standardisieren, zur Vereinheitlichen dadurch auch Effizienz zu gewinnen.

00:59:38: Dinge, die im Haus schon entwickelt wurden also wir haben ja viele Produkte oder auch Teilprodukte Komponenten, die man nachnutzen kann das reinzugeben und wie gesagt am Ende dann einfach auch die Qualität dadurch zu steigern und zu harmonisieren das meinen wir halt.

00:59:53: Also je mehr sozusagen an unterschiedlichen oder an einheitlich entwickeln, einheitliche Standards befolgen.

01:00:00: Desto harmonisierter werden unsere Services ja auch also desto mehr interoperabel.

01:00:04: sie liegen vielleicht in derselben Infrastruktur Sie haben dieselbe Systematik dann können die natürlich auch ganz anders sozusagen auch untereinander verknüpft werden und das versprechen wir uns quasi von der Sache.

01:00:16: Lieber Lena vielen Dank für diese total spannende Einblick in deine Arbeit und eure Projekte.

01:00:22: schön dass du bei uns passt.

01:00:24: Ganz herzlichen Dank.

01:00:25: Genau, wenn du jetzt noch den Werbeblock wie kann man sich über eure Arbeit informieren?

01:00:30: Tatsächlich kann man das so von außen jetzt nicht unbedingt.

01:00:34: Wir sind immer mal ganz gerne bei der Republikanstellen auch unsere Projekte immer wieder vor, genau aber ansonsten sind wir jetzt nicht direkt nach Außen öffentlich.

01:00:43: Dann laden wir dich vielleicht noch einmal zu uns in CityLab ein für eine öffentliche Veranstaltung damit alle dich kennenlernen können.

01:00:49: Sehr

01:00:49: gerne!

01:00:50: Danke dass du da warst und an alle Zuhörerinnen und Zuhöhrer danke dass ihr zuhört habt.

01:00:57: Wir nehmen übrigens auf im Publix in der Herrmannstraße.

01:01:01: Und ich wollte mal wieder ein Danklos werden für diese tollen Räumlichkeiten und dieses ganz tolle Projekt, wenn ihr es nicht kennt – Ein Haus für gemeinnützigen Journalismus und verwandte Themen.

01:01:12: Checkt das mal aus!

01:01:12: Publx richtig cool.

01:01:14: und wie immer vielen Dank auch an die Technologiestiftung Berlin natürlich unsere Mutterorganisation und an die Senatskanzlei Berlin, die dieses Projekt unterstützt.

01:01:23: Ich bin Benjamin Seibel, freue mich wenn ihr nächstes Mal wieder zuhört.

01:01:26: bis dann tschüss.

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